Die AMAVOX© Stimmentwicklung 
nach Prof. Christian BĂŒchel

"Im Anfang war der Cry"

Stimmliche Ausgangsbasis:

Babies nehmen ihren ersten Atemzug und weinen auf dem Stimm- bzw. Kammerton a1 (440 Hz). Der Unterschied zwischen mÀnnlichem und weiblichem Baby-Stimmklang ist nicht erkennbar. Auch der Unterschied zwischen Brust- und Kopfstimme und den beiden Resonanzen wird erst allmÀhlich in der Kindheit entwickelt. Das Baby verstÀrkt den Klang hauptsÀchlich im Rachen.

Emotionale starke 
"edgy" 
Randkantenverschiebung des Cry

NormalitÀt:
Die ideale gesunde menschliche Sprechstimmlage liegt 3-4 Töne ĂŒber der unteren Bruststimmgrenze. Die sog. „Indifferenzlage“. Die meisten gesunden Menschen sprechen also hauptsĂ€chlich in der tiefen vollen Bruststimme. Die hohe Kopfstimme wird je nach Situation und Temperament nur ab und zu eingesetzt. Durch das tĂ€gliche Sprechtraining sind darum auch bei den meisten SĂ€ngerInnen die volle Bruststimme stĂ€rker trainiert als die kopfige Randschwingung.

Ziel:
Die stimmliche Höchstleistung besteht darin, dass wir lernen mit der Entwicklung zur erwachsenen Stimme richtig umzugehen. Man nennt dieses Wachstum „PubertĂ€t“, bzw. „Stimmbruch“ („Mutation“). Die ResonanzrĂ€ume werden grösser, die Stimmlippen lĂ€nger, massiger und ihre Beweglichkeit differenzierter als bei der Babystimme. 

Die emotionale Programmierung der intuitiven 1.Stimmpfeiler unseres Lebens muss sich auf den neuen grösseren erwachsenen Stimmapparat einstellen.

Die Überwindung des brĂŒchigen Übergangs gestaltet sich fĂŒr fast alle Singenden sehr schwierig. Diese Neuausrichtung der erwachsenen Stimme wird als ausgleichende Mischung von voller Bruststimme (links) und randschwingende Kopfstimme (rechts) angestrebt. 

Die Versuche durch denkerische Strategien diesen Mix zu erreichen scheitern aber fast immer. Es liegt daran, dass der „MIX“ eine Mischung und keine eigene IdentitĂ€t beschreibt. Die Muskeln der angeborenen Babystimme kann man nur emotional ansprechen um neu singen zu lernen.

Die Lösung: Der „CRY“

Der „Cry“ bzw. das sĂ€ngerische „Weinen“ aktiviert die emotionale innere Muskulatur der erwachsenen Stimme, und erreicht das 3. Stimmregister: Gleichberechtigt zwischen Kopf- und Bruststimme. Der „Cry“ ist „edgy“, hat massigere Stimmlippenanteile als die Kopfstimme, ist aber weniger dick als die volle Bruststimme. Wie beim Baby wird hauptsĂ€chlich die Rachenresonanz verwendet: Darum heisst der „Cry“ „Voce Faringea“ bzw. „Pharyngeal Voice“ oder „Rachenstimme“.

Singen Sie stabil mit den 
  Stimm-Fundamenten von AMAVOX© 
sowohl im modernen wie im klassischen Gesangsbereich