Ich habe ein eigenes dreidimensionales “Koordinatensystem der Vokale” entwickelt:

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Fotograf Sepp Köppel

X-Achse: der dumpfe D√§mpfer-Vokal “U” ist sehr dunkel, sanft, volumin√∂s, weich, staunend und hat eine sehr tiefe Kehlkopfposition mit wenig Stimmlippenmasse und nach vorne gesch√ľrzten Lippen des Mundes

Y-Achse: der breite Schliesser-Vokal “I” ist sehr hell, fast geschlossen, eher flach mit hoher Kehlkopfposition mit viel Stimmlippenmasse und in die Breite gezogene Lippen des Mundes

Z-Achse: der gr√∂sste √Ėffner-Vokal “A” ist sehr laut, direkt, erreicht die gr√∂sste Mund√∂ffnung, sch√ľtzt und verkleinert den Mundraum aber oft mit einer erh√∂hten Zungenposition. √Ąrzte verwenden meist ein St√§bchen, um den Rachenraum zu sehen. S√§nger m√ľssen eine flache Zungenposition beim √Ėffnen zum “A” trainieren. Der Kiefer sollte beim √Ėffnen nicht nach vorne “aufreissen”, sondern nach “hinten unten” sanft gesenkt werden. So entsteht das gr√∂sste Klangvolumen mit bester Stimmbeweglichkeit. √úber einer gewissen Tonh√∂he (g2 Frequenz: 784 Hz) m√ľssen sich alle Vokale zu diesem gr√∂ssten Vokal √∂ffnen. Der Grund liegt darin, dass die Tonh√∂hen ab dem g2 √ľber den typischen Vokalformanten (Obertonbereichen) liegt

Sch√∂n, dass die neue Schweizer 200er Banknote dieses Koordinatensystem auch zeigt ….

Wenn man den Schliesser “I” langsam in Richtung “A” √∂ffnet, ergibt sich von selbst der halb geschlossene Vokal “E”

Wenn man den D√§mpfer “U” langsam in Richtung “A” √∂ffnet, ergibt sich von selbst der halb ge√∂ffnete Vokal “O”

Der ber√ľhmte “Vokalausgleich” besteht darin, dass man die guten Eigenschaften jedes Vokales mit den Aspekten der anderen Vokale vorstellungsm√§ssig vor den Lippen und der Brustkorbresonanz mischt. So entsteht die gr√∂sste Leistungsf√§higkeit aller Vokale