Atmen … ist eine der meistdiskutierten Bereiche des Singens. Die Aussage “Das Wichtigste beim Singen ist die StĂŒtze” hört man oft. NatĂŒrlich ist die tiefe Bauchatmung fĂŒr die AtemstĂŒtze unverzichtbar.

Übung: Eine Hand auf den Bauch – die andere Hand auf das Brustbein legen… beim Einatmen hebt sich der Bauch und beim Ausatmen zischen wir auf einem “F” oder einem “SCH” oder einem “S” und das Brustbein geht dabei etwas nach vorne. Siehe “Appoggio”-Videobeitrag

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Fotograf Sepp Köppel

Ich möchte aber noch einen frischen Gedanken zum Thema Atmung in die frohe SÀngerrunde senden:

Überlegt sich ein Baby wie es die richtige Form, die richtige tiefe Bauchatmung vorbereitet, bevor es die Stimme erhebt? Nein. Ein Baby beginnt immer mit einem GefĂŒhl, schliesst die Stimmlippen und lĂ€sst sie mit soviel Atemdruck erklingen, wie die Emotion es verlangt.

Singen ist fĂŒr mich der schönste Spielplatz der Seele!

Bel Canto: Form-Atem-Stimme

oder

Popmusik: Emotion-Stimme-Atem

Ich bin der Meinung, dass es beides braucht:

Vorbereitete staunende Form, die mit Emotion innen an den Stimmlippen mit Vibrationen beginnt und mit gut dosiertem Atemdruck je nach Melodieverlauf und Interpretationsaspekten Musik gestaltet.

Kurz gesagt:

Singen ist “Act on Pitch”

bzw. “Schauspielern auf der Tonhöhe”