Der sogenannte “Gehirnbalken” ist die Verbindung von rechter und linker GehirnhĂ€lfte:img_6253

ZusĂ€tzlich wichtig fĂŒrs Singen:

Die emotionale kreative spielerische musische rechte GehirnhÀlfte spricht eher die inneren Muskeln des Singens an.

Die rationale analytische sprachliche mathematische linke GehirnhÀlfte spricht eher die Àusseren Muskeln des Singens an.

folgende Quelle: http://dieprojektmanager.com/linke-und-rechte-gehirnhaelfte-test/

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Eine der beiden GehirnhÀlften ist meist dominant.

Nun gibt es Menschen, die eine „Linkshirn-“ oder „Rechtshirn-Dominanz“ haben.

Das heißt, „Linkshirnige“ sind hauptsĂ€chlich sachlich, analytisch, dafĂŒr mangelt es ihnen an KreativitĂ€t, GefĂŒhl und Überblick.

„Rechtshirnige“ sind kreative, gefĂŒhlvoll, intuitiv, kĂŒnstlerisch veranlagt, dafĂŒr mangelt es ihnen an analytischem Denken. Jede der beiden GehirnhĂ€lften lĂ€sst sich trainieren aber auch die Integration der beiden (siehe Kasten).

Nur wenn die linke GehirnhĂ€lfte optimal mit der rechten zusammenarbeitet, können wir das gesamte Potenzial unseres Gehirns entfalten. Die meisten von uns verlassen sich ĂŒberwiegend auf ihre fĂŒr die Logik zustĂ€ndige linke GehirnhĂ€lfte. Sie bestimmt vor allem Juristen, Schriftsteller, Buchhalter, Ärzte, Steuerexperten – Berufe, die mit logischen, sprachbezogenen Informationen zu tun haben.

Die scheinbar stumme rechte GehirnhĂ€lfte – das sogenannte kĂŒnstlerische und emotionale Gehirn – kann Informationen verarbeiten und uns das Ergebnis in TrĂ€umen, Symbolen und Gesten oder plötzlichen Eingebungen mitteilen. Diese Geistesblitze flammen oftmals ohne langes Suchen auf und rĂŒcken jedes Ding an seinen Platz. StĂ€rker mit der rechten HĂ€lfte arbeiten deshalb Dichter, Politiker, Musiker, Architekten, TĂ€nzer und Topmanager.

Die Aufgaben der beiden GehirnhÀlften

Doch warum benutzen wir die rechte GehirnhĂ€lfte nicht öfter wenn es uns das Leben doch so erleichtern wĂŒrde und Informationen ĂŒber die Zusammenarbeit beider GehirnhĂ€lften so viel einfacher gespeichert werden? Die Antwort liegt in unserer Kindheit.

Bereits in der Volksschule werden wir mit einer akademischen DiĂ€t aus Lesen, Schreiben, Rechnen und Grammatik gefĂŒttert. Schulische Fortschritte werden durch Klassenarbeiten ermittelt, die nahezu ausschließlich auf die DenkvorgĂ€nge der linken GehirnhĂ€lfte zugeschnitten sind. SchulfĂ€cher, die die rechte GehirnhĂ€lfte ansprechen, wie Zeichnen, Musik oder Sport werden als „NebenfĂ€cher“ bezeichnet.

Doch im Erwachsenenalter hÀlt uns nichts davon ab, auch unsere rechte GehirnhÀlfte im Alltag einzusetzen, wir haben es nur verlernt.

Welche Ihrer beiden GehirnhÀlften ist die dominante? Testen sie sich selbst!

Welcher GehirnhĂ€lfte geben Sie den Vorrang? Das verrĂ€t, wie Sie Kopf und Augen halten, wenn Sie ĂŒber eine Frage Ihres GesprĂ€chspartners nachdenken: Wer den Kopf nach links dreht, hat eine Vorliebe fĂŒr die rechte GehirnhĂ€lfte; wer ihn nach rechts wendet, arbeitet bevorzugt mit Logik oder Sprache.

Andere Testmöglichkeit: Montageanleitungen fĂŒr technische GerĂ€te. Linksseitig Orientierte folgen der Anweisung Satz fĂŒr Satz. Der „Rechtsdenker“ ignoriert den schriftlichen Text und baut das GerĂ€t nach Bild oder Diagramm zusammen.

Test mit der TĂ€nzerin: Wie dreht sie sich?

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  • Dreht sich die TĂ€nzerin im Uhrzeigersinn, geben Sie ihrer rechten GehirnhĂ€lfte den Vorzug und Sie sind damit eher kreativ, intuitiv und emotional. In ihrem Kopf ĂŒberwiegen die Bilder.
  • Dreht sie sich gegen den Uhrzeigersinn, dominiert Ihre linke GehirnhĂ€lfte, was Sie eher zum strukturierten, logisch-analytischen Denker macht. In Ihrem Kopf ĂŒberwiegen Zahlen und Buchstaben.
  •  Schaffen Sie es, dass sie die Richtung wechselt?
  • Tipp: Fokussieren Sie Ihren Schatten – plötzlich dreht sie sich in die andere Richtung
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Unser Gehirn und seine beiden HĂ€lften

Wandelndes Lexikon, fotografisches GedĂ€chtnis – unsere Umschreibungen fĂŒr die perfekte Erinnerung transportieren noch immer die Vorstellung, das GedĂ€chtnis sei in erster Linie ein Speicher, in dem Wissen und objektive Fakten deponiert sind. Je grĂ¶ĂŸer der Umfang dieses Wissens, desto besser ist unsere GedĂ€chtnisleistung. Durch diese Vorstellung wird in der Schule noch immer das vordergrĂŒndige Ideal geprĂ€gt, Kindern möglichst viel Wissen beizubringen.

In unserer westlichen Welt wird meist die linke GehirnhĂ€lfte sehr viel stĂ€rker gefordert als die rechte. Denken Sie zum Beispiel an die Schule – hier standen vielmehr logisch-analytische Denkprozesse im Vordergrund und Schwerpunkte lagen in den Bereichen Sprache und Zahlen. Exzellente und kreative Denkleistungen können aber nur dann entstehen, wenn beide HemisphĂ€ren des Großhirns gut zusammenarbeiten und sich ergĂ€nzen. Deshalb ist es so wichtig, auch die rechte GehirnhĂ€lfte in Denk- und Lernprozessen zu fordern.

Derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge, liegt es aber nicht daran, wie viel man weiß, um sich an etwas zu erinnern bzw. sich etwas zu merken, sondern wie gut die einmal gespeicherten (gelernten) Informationen miteinander vernetzt sind.

Aufgaben der Großhirnrinde

Diese Vernetzung ist Aufgabe der Großhirnrinde. Unsere Erinnerung sitzt also nicht in irgendwelchen Nervenzellen, sondern besteht im Wesentlichen aus einer verstĂ€rkten VerknĂŒpfung von Nervenzellen – wobei sich die einzelnen Zellen zum Teil auf den verschiedenen GehirnhĂ€lften und somit „weit“ voneinander entfernt befinden. Diese Nervenverbindungen, genannt Synapsen, mĂŒssen verstĂ€rkt werden um ein optimales Lernen und damit grĂ¶ĂŸtmögliche GedĂ€chtnisleistungen zu erzielen.

Eine Reihe von Wissenschaftlern vermutet, dass vor allem solche Menschen in vernetzten Systemen erfolgreich handeln bzw. kreativ sind, bei denen die linke und die rechte GehirnhĂ€lfte gut miteinander kommunizieren, wenn sich also im Gehirn systematisches Denken (linke GehirnhĂ€lfte) und Intuition (rechte GehirnhĂ€lfte) verbinden. Denn das Erstaunliche ist, dass sich zum Beispiel neue Wirklichkeiten oft dann in unser Bewusstsein drĂ€ngen, wenn wir mit etwas ganz anderem beschĂ€ftigt sind (der sogenannte „Geistesblitz“).

Das stille DrĂŒcken einer Schulbank ist fĂŒr das Lernen also nicht gerade die optimale Position. Die neuen Erkenntnisse bezĂŒglich der Neurobiologie des GedĂ€chtnisses bestĂ€tigen die Lehrer, die schon lĂ€ngst variable methodische Konzepte anwenden, um z.B. Studierenden und SchĂŒlern beim Erwerb von Erfahrung und Wissen im beschriebenen Sinne zu helfen.

Die linke und rechte GehirnhÀlfte vernetzen

Um die Vernetzung unserer GehirnhÀlften zu stÀrken gibt es mehrere Möglichkeiten:

‱ Mind Mapping (visualisiert und strukturiert „chaotische“ kreative Gedanken)

‱ TĂ€tigkeiten durchfĂŒhren, die beide GehirnhĂ€lften gleichzeitig ansprechen (neben analytischen Aufgaben Musik hören oder beim Lernen auf und ab gehen)

‱ Kinesiologische Übungen (rechter Ellbogen zum linken Knie und umgekehrt oder mit einer Hand am Bauch kreisen, mit der anderen auf den Scheitel klopfen, etc.)

Beispiel fĂŒr vernetzte GehirnhĂ€lften

Versuchen Sie bitte, sich folgende Geschichte zu merken:

“Zweibein sitzt auf Dreibein und hat Einbein. Da kommt Vierbein, schnappt nach Zweibein und stiehlt Einbein. Da schlĂ€gt Zweibein mit Dreibein nach Vierbein und holt sich Einbein zurĂŒck.”

Mit dieser scheinbar sinnlosen Aneinanderreihung von abstrakten AusdrĂŒcken wird ausschließlich die linke GehirnhĂ€lfte angesprochen. Kaum hat man den Text gelesen, hat man ihn auch schon wieder vergessen.

Nun verknĂŒpfen wir das Ganze mit Bildern und sprechen so auch unsere rechte GehirnhĂ€lfte an:

“Ein Mann (Zweibein) sitzt auf einem Hocker (Dreibein) und hat ein HĂŒhnerbein (Einbein). Da kommt ein Hund (Vierbein), schnappt nach dem Mann (Zweibein) und stiehlt das HĂŒhnerbein (Einbein). Da schlĂ€gt der Mann (Zweibein) mit dem Hocker (Dreibein) nach dem Hund (Vierbein) und holt sich das HĂŒhnerbein (Einbein) zurĂŒck.”

Geht doch viel einfacher, oder? (Ende der Quelle)

ÜBUNG: “BRAIN CONNECTOR”

  • Augen schliessen
  • geschlossen nach links schauen
  • nach unten schauen… warten & atmen
  • so weit wie möglich nach rechts schauen… warten atmen
  • Beginne bei Nr.1 und wiederhole diesen Vorgang

English: Close your eyes and look far to the left & down… look to the right as far as possible …repeat this … This is the eyegate for the corpus callosum, the bridge between the two hemispheres… this brings a relaxed emotional sound

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Fehlen des Corpus Callosum:

In den meisten FĂ€llen zeigen von Balkenmangel Betroffene unkoordinierte willkĂŒrliche Bewegungen sowie körperliche und auch geistige Entwicklungsverzögerungen. Die EinschrĂ€nkungen können leicht bis schwer sein.

Bei Balkenmangel können die beiden GroßhirnhĂ€lften nicht oder nicht richtig zusammenarbeiten. Daher zeigen sich die Folgen immer dort am meisten, wo viel Zusammenarbeit zwischen “links” und “rechts” vonnöten ist, z. B. beim Radfahren etc.